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Das Bild des Schlafes in der altchinesischen Literatur |
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Hamburger Sinologische Schriften 4 |
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Konfuzius verdammt einen seiner Schüler, weil dieser am hellichten Tage schläft. Warum schläft der Meister dann selbst am Tage? Ein anderer Meister aus dem Alten China wieder ist entzückt, als ihm sein Schüler während einer Unterweisung einschläft. Von einem König erfahren wir, er sei beim Prüfen der Rechnungsbücher eingenickt und habe damit seinen Untergebenen Gelegenheit zu deren Fälschung gegeben. Die Autorin untersucht die Darstellung des Schlafes in überlieferten und durch Grabfunde bekannt gewordenen Texten der altchinesischen Literatur. Aufbauend auf lexikalischen Untersuchungen, legt sie dar, wie der Schlaf als natürliches, gesellschaftliches und psychologisches Phänomen wahrgenommen wurde. Besonderes Augenmerk gilt dabei der rhetorischen Funktion der Rede vom Schlaf im jeweiligen Kontext. Die verschiedenen Entwürfe vom Schlaf, die sich in den Texten finden, lassen die Konturen der verschiedenen Geistestraditionen des Alten China überraschend deutlich hervortreten. Ausgehend von den Geschichten über den Schlaf, lassen sich wesentliche rhetorische Ziele eines Textes erschließen. Die hier an die altchinesische Literatur herangetragene neue Fragestellung bringt zudem Motive zutage und zeigt intertextuelle Beziehungen auf, die auch über die Frage nach dem Schlaf hinaus relevant sind. |
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